Astrologie, damals und heute

Astrologie bedeutet Sterndeutung. Sie ist die Lehre vom angeblichen Einfluss der Gestirne auf irdisches Geschehen. Das Schicksal des Menschen, so die Astrologen, könne aus der Stellung der Gestirne vorhergesagt werden. Die Anfänge der Astrologie liegen in Babylonien und Ägypten. Darauf deuten die Keilinschriften aus der Bibliothek Assurbanipals hin. Das war etwa 640 vor Christus. Im späten Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit beherrschte sie, im christlichen Deckmantel, das gesamte abendländische Denken.

Mit dem Vordringen des kopernikanischen Weltsystems wurde ihr der Boden entzogen. Erst im Aufklärungszeitalter wurde die Astrologie zurückgedrängt. Sie hat sich trotz Kritik bis in die Gegenwart gehalten. Heute noch wird aus der Lage des Mondes, der Sonne und dem Meridian des Geburtsortes Aussagen über Charakter, Begabung und andere schicksalhafte Veranlagungen gemacht. Das weitere Vorrücken der Gestirne vom Augenblick der Geburt, soll gewisse Vorraussagungen ermöglichen. Schlägt man die Zeitungen auf, liest man eine Flut von Anzeigen, die zur astrologischen Beratung einladen. Möchte man solch ein Angebot annehmen ist es unbedingt erforderlich sich vorher zu erkundigen, ob es sich um ein seriöses Angebot handelt.

Ein besonderer Gag war die Verlosung einer astrologischen Beratung in einer großen Frauenzeitschrift. Ist man hier der Gewinner der Verlosung, sollte man sich darauf einlassen und kann vielleicht doch etwas über das Schicksal der Menschheit erfahren. 

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